singapur: gardens by the bay

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Es fällt mir immer schwerer, die Tage zu rekonstruieren. Aber wir waren definitiv erst am 2. Tag in Singapur dort. Übrigens auch der Tag, an dem mir bewusst wurde, wie viel Glück ich mit meiner Familie habe. Die letzten Jahre waren durch das zeitintensive Restaurant meiner Eltern teilweise schon einsam. Momente, in denen wir wirklich nur zu viert beisammen waren, wurden so selten, dass ich meist das Gefühl hatte, eigentlich alleine in diesem Haus zu wohnen. Als Jugendliche war das natürlich schon ein Luxus. Schließlich hatte ich nach der Schule viel freie Zeit, ohne mir von irgendwem was anhören zu müssen. Andererseits fehlte das gemeinsame Abendessen, das irgendwie mal zu meinem Alltag gehörte. Stattdessen kochte ich selbst und aß allein vor dem Fernseher.

In Singapur waren wir komplett auf uns vier allein gestellt. Ein Zustand, an den ich mich kaum mehr erinnern konnte, wann wir das letzte Mal in solch einer Konstellation auftraten. Und obwohl Familien dafür bekannt sind, sich unendlich lange über alles mögliche zu streiten, erst recht, wenn sie allein auf sich gestellt sind, haben wir uns kein einziges Mal gestritten. Ich bin noch immer erstaunt, wie wir so friedlich zueinander waren. Wir verbrachten schließlich ganze Tage miteinander!
Wie gesagt, schön war’s. Sehr, sehr schön.

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